Archiv

Stand Dezember 2015

In den vergangenen drei Jahren haben die Mitglieder des Freundeskreises Asyl vielfältige Strukturen aufgebaut:

Sprache

  • regelmäßig stattfindender Deutschunterricht (Montag bis Donnerstag, nachmittags) unter weitest gehender Berücksichtigung des unterschiedlichen Bildungsstandes
  • Sprachförderungsangebote wie z.B. der wöchentliche Lesetreff als ein Angebot in Kleinstgruppen und Partnerarbeit (freitags, 17 Uhr, MGH)
  • Unterstützung und Begleitung von Flüchtlingen, die eine Ausbildung machen
  • Übersetzungsarbeit für Texte, Papiere, Protokolle, etc.

Alltag und Wertevermittlung

  • Gemeinsame Feste (Feste der Begegnung, Grillfeste, Weihnachtsfest), gemeinsames Kochen zur Vorbereitung
  • Spieleabend (donnerstags, 18:30, im MGH) zur Begegnung und als wichtige Erfahrung von „Chancengleichheit“ unabhängig von Sprachkenntnissen
  • Internetcafé (montags und freitags, 15-17 Uhr, MGH) als Angebot für Flüchtlinge, die in den Unterkünften keinen Zugang zum Internet haben
  • Lesetreff (freitags ab 17 Uhr, MGH), bei dem es neben der Sprachvermittlung auch um die Vermittlung unserer Werte und Regeln geht
  • Gemeinsamer Kochabend in den Räumen des Landwirtschaftsamtes um uns gegenseitig unsere Art zu kochen „schmackhaft“ zu machen
  • Trommelworkshops mit Unterstützung der Jugendmusikschule, daraus entwickelte sich eine interkulturelle Trommelgruppe, die schon gemeinsam auftrat
  • Gemeinsame Fahrradreparatur mit dem Ziel, gesammelte Fahrräder wieder fahrtüchtig und verkehrssicher zu machen. Diese Fahrräder wurden an Personengruppen und Einzelne im Wohnheim gegeben, für die es wichtig ist, mobil zu sein. (Fahrrad-Rahmennummern werden dokumentiert, um die Eigentümerschaft verifizieren zu können)
  • Teilnahme von Flüchtlingen und Mitgliedern des Freundeskreises an den letzten beiden Stadtläufen. Dies wurde möglich durch die intensive Zusammenarbeit mit dem Sportbund, ebenso wie
  • Vielfältige Sportangebote der örtlichen Vereine für Flüchtlinge (TSG u.a.); persönliche Begleitung zu Erstkontakten, zunehmend auch durch Flüchtlinge
  • Winterjacken- und Kleidungsaktion in Zusammenarbeit mit Diakonie und DRK
  • Weihnachtsaktion 2014: „Ins Herz geschaut“ und Spendensammlung in den Öhringer Geschäften, deren Erlös es möglich machte, den Flüchtlingen ein Weihnachtsgeschenk in Form von Einkaufsgutscheinen zu machen.
  • Hilfe bei Wohnungssuche und dem damit verbundenen Ämter-Marathon
  • Private Kontakte: Unzählige private Treffen, Freizeitgestaltung, als Einblick und Integration in den Alltag von Öhringer Familien (oder Umgebung)
  • Begleitung bei Arztbesuchen, Ämtergängen etc.
  • Unterstützung bei Schriftverkehr, Kontoeröffnung, etc. 

Arbeit

  • Besuch des „Tags der Ausbildung“ der IHK Heilbronn zur Information über Ausbildung und Beruf
  • Unterstützung beim Schreiben von Bewerbungen
  •  Informationsveranstaltung zum Thema „Arbeit“ mit Vertretern aller involvierten Institutionen
  • Persönliche Begleitung und Unterstützung bei der Suche nach Praktikumsplätzen, Arbeitsplätzen, Antragstellung auf Arbeitsgenehmigung, …

Kinder- Jugendliche – Familien

  • Gemeinsames Kunstprojekt mit dem evangelischen Jugendwerk ejö, bei dem Flüchtlinge zusammen mit Kindern einer Jugendfreizeit Kunstobjekte gestalteten
  • Besuche von Flüchtlingen in verschiedenen Schulen um über ihre Herkunftsländer und Fluchtgründe zu informieren
  • Austausch und Zusammenarbeit mit den Betreuern unbegleiteter Jugendlicher, die im Cappelrain untergebracht sind
  • Hier wird sich ein weiteres Feld bei der Unterstützung von Familien auftun, sobald mehr Familien in Öhringen untergebracht werden

Fortbildung und Begleitung Ehrenamtlicher

    • Diverse Fortbildungen zu den Themen Recht, Flucht und Asyl, Arbeit, Begleitung von Flüchtlingen
    • Regelmäßige Koordinations- und Informationstreffen einmal monatlich zusammen mit Flüchtlingen
    • Treffen des Organisationsteams in Zusammenarbeit mit Vertreterinnen des Landratsamts alle zwei Wochen
    • Allein im Zeitraum Oktober-November 2015 haben sich neu rund 25 Ehrenamtliche gefunden, die es in eigenen Einführungsabenden in die verschiedenen Arbeitsgruppen zu integrieren gilt

Organisation und Vernetzung

  • Monatliche Treffen und ständige Einbeziehung der Flüchtlinge in die Planungen, auch zur Ermittlung der Bedarfe (und über Sprachbarrieren hinweg)
  • Ständiger Kontakt mit den Sozialarbeiterinnen und Sachbearbeitern/innen des Landratsamts
  • Kontakte zu den entsprechenden Stellen der Stadt Öhringen
  • Zusammenarbeit und gemeinsame Veranstaltungen mit der Kontaktstelle Asyl, dem Kreisdiakonieverband, dem Diakonischen Werk in Württemberg, der Caritas, dem Evangelischen Jugendwerk ejö
  • Intensive Nutzung der Räume und Infrastruktur des Evangelischen Gemeindezentrums Mehrgenerationenhaus, Hunnenstraße (ein Bundesprojekt)
  • Deutschunterricht in Zusammenarbeit mit dem Wohnprojekt „Mittendrin“ und der AWO
  • Laufender Austausch und Zusammenarbeit mit Vertretern der Kirchengemeinden der Öhringer Ökumene sowie der Arbeit in der Moschee
  • Nutzung der Räume des Landwirtschaftsamtes für Kochaktion und Kursangebote des Landwirtschaftsamtes für Flüchtlinge
  • Kontakte und Kooperation mit den örtlichen Sportvereinen und dem Sportbund
  • Kooperation mit der Musikschule beim Trommelworkshop
  • Kontakte mit dem Tafelladen, dem Diakonieshop und der Kleiderkammer des DRK
  • Kontakt zum Arbeitskreis ausländische Mitbürger Öhringen e.V.
  • In Zusammenarbeit mit der Diakonie Aufnahme in das Programm „Gemeinsam sind wir bunt“ des Landes Baden-Württemberg 

 Öffentlichkeitsarbeit

  • Erstellung einer Homepage und von Flyern
  • Teilnahme an der Öhringer Messe im Ehrenamtszelt
  • Information der Öffentlichkeit durch Artikel im Gemeindeblatt und in der HZ
  • Projekte während der Weihnachtsmärkte 2014 und 2015
  • Kontakte und Austausch mit anderen Freundeskreisen
  • Unterstützung durch verschiedene Serviceclubs
  • Planung eines Projekts auf der Landesgartenschau

Assyl -04